Kontext
Ihr bereitet euer Wissen, eure Anträge und eure Materialien so auf, dass KI damit sinnvoll arbeiten kann.
Mein Ansatz
Der KIAD-Ansatz hilft dir, KI nicht nur im Chatfenster auszuprobieren, sondern sinnvoll in eure Fördermittelarbeit einzubauen.
KI kann erstaunlich viel. Sie kann Projektideen formulieren, Zielgruppen beschreiben, Antragsfragen beantworten und Umsetzungsvorschläge machen. Aber in der Fördermittelarbeit reicht es nicht, dass ein Text plausibel klingt. Er muss zu eurer Organisation passen, zu eurer Zielgruppe vor Ort, zu eurem regionalen Kontext und zu dem, was ihr wirklich umsetzen könnt.
Genau dafür gibt es den KIAD-Ansatz.
Er verbindet gutes Fördermittelhandwerk mit einer klaren Struktur für den Einsatz von KI: Kontext, Input & Interaktion, Assistenten und Dokumentation.
Viele KI-Ergebnisse sind auf den ersten Blick beeindruckend.
Ein Projekt klingt plötzlich rund. Die Zielgruppe ist sauber beschrieben. Die Maßnahmen wirken logisch. Der Ton passt irgendwie auch.
Und trotzdem fehlt etwas.
Denn ein guter Förderantrag beschreibt nicht irgendein gutes Projekt. Er beschreibt euer Projekt.
Er muss zeigen, warum genau eure Organisation dieses Vorhaben umsetzen kann. Was eure Zielgruppe wirklich braucht. Welche Erfahrungen ihr mitbringt. Welche Bedingungen es vor Ort gibt. Welche Partner*innen beteiligt sind. Was schon ausprobiert wurde. Und warum dieser Antrag genau zu diesem Förderprogramm passt.
KI kann dabei sehr gut unterstützen.
Aber sie braucht dafür eure Vorarbeit.
Wenn ihr ihr keinen Kontext gebt, füllt sie die Lücken selbst. Dann entstehen Texte, die vielleicht professionell klingen, aber austauschbar bleiben.
Der KIAD-Ansatz setzt genau hier an: Er hilft euch, KI so einzubinden, dass eure fachliche Arbeit sichtbarer wird, nicht unsichtbarer.
Merksatz
KI soll nicht irgendeinen Antrag schreiben. Sie soll euch helfen, euren Antrag besser, klarer und schneller zu entwickeln.
Der KIAD-Ansatz ist nicht am Reißbrett entstanden.
Er kommt aus meinen KI-Accelerator-Runden mit gemeinnützigen Organisationen.
Nach einer der ersten Runden habe ich viele Einzelgespräche mit Teilnehmenden geführt. Ich wollte wissen: Was habt ihr wirklich gelernt? Was nehmt ihr mit? Was hat euch im Arbeitsalltag geholfen? Und wo ist aus „spannend“ tatsächlich „nützlich“ geworden?
Dabei sind bestimmte Punkte immer wieder aufgetaucht.
Nicht das eine perfekte Tool war entscheidend. Auch nicht der eine perfekte Prompt.
Entscheidend war, dass Organisationen verstanden haben, wie wichtig guter Kontext ist. Dass sie gelernt haben, mit KI im Dialog zu arbeiten. Dass sie wiederkehrende Aufgaben in eigene Assistenten übersetzen konnten. Und dass sie dokumentiert haben, was funktioniert, damit nicht bei jedem Antrag alles wieder von vorn beginnt.
Aus diesen wiederkehrenden Erfahrungen ist KIAD entstanden: als einfacher Fahrplan für den praktischen Einsatz von KI in der Fördermittelarbeit.
Merksatz
KIAD ist kein theoretisches Modell. Es ist die verdichtete Erfahrung aus echten Anträgen, echten Organisationen und echten Lernprozessen.

Die Reihenfolge ist wichtig.
Denn viele starten direkt bei Prompts oder Tools. Verständlich — dort sieht man am schnellsten Ergebnisse.
Aber wenn der Kontext fehlt, bleiben auch gute Prompts begrenzt. Wenn die Interaktion unklar ist, werden Ergebnisse nicht besser. Wenn wiederkehrende Aufgaben nicht sauber aufgesetzt werden, bleibt KI jedes Mal ein neues Experiment. Und wenn niemand dokumentiert, was funktioniert, verschwindet viel Wissen wieder in einzelnen Chats.
KIAD hilft dir, KI nicht als Sammlung einzelner Tricks zu nutzen, sondern als Arbeitsweise.
Ihr bereitet euer Wissen, eure Anträge und eure Materialien so auf, dass KI damit sinnvoll arbeiten kann.
Ihr lernt, gute Aufgaben zu stellen, Ergebnisse zu prüfen und mit KI im Dialog weiterzuarbeiten.
Ihr übersetzt wiederkehrende Aufgaben in Assistenten, Agenten oder Skills, die Prozesse halten, Rückfragen stellen und euch gezielt durch typische Arbeitsschritte führen.
Ihr haltet fest, was funktioniert, damit Wissen im Team nutzbar bleibt.

Die Ergebnisse eines KI-Tools sind nur so gut wie die Informationen, die du bereitstellst.
Gerade bei Förderanträgen geht es fast nie um allgemeine Texte. Es geht um eure Organisation, eure Zielgruppen, eure bisherigen Projekte, eure Sprache, eure Region, eure Förderlogik und die Anforderungen eines konkreten Förderprogramms.
Deshalb beginnt gute KI-Arbeit nicht mit dem perfekten Prompt.
Sie beginnt mit Kontext.
Das können zum Beispiel sein:
Wenn diese Informationen gut aufbereitet sind, muss KI weniger raten. Die Ergebnisse werden passender, fachlicher und näher an eurer tatsächlichen Arbeit.
Merksatz
Guter Kontext ist der Unterschied zwischen einem plausiblen KI-Text und einem Entwurf, der wirklich zu euch passt.
Viele Menschen behandeln KI am Anfang wie eine bessere Suchmaschine.
Eine kurze Frage rein, eine Antwort raus.
Für Förderanträge reicht das selten.
Wenn du spezifische, brauchbare Ergebnisse möchtest, braucht KI klare Aufgaben, gute Zwischenfragen und Rückmeldung. Eher wie eine neue Kollegin, die fachlich mitarbeiten soll, aber erst verstehen muss, worum es geht.
Ein guter Prompt beschreibt nicht nur, was herauskommen soll. Er erklärt auch:
Und meistens ist der erste Entwurf nicht das Ende.
Du fragst nach. Schärfst. Korrigierst. Lässt prüfen. Bittest um Alternativen. Genau dadurch wird aus einer KI-Antwort ein brauchbarer Arbeitsprozess.
Merksatz
Gute KI-Arbeit entsteht nicht durch einen perfekten Prompt, sondern durch gute Interaktion.
In der Fördermittelarbeit gibt es viele Aufgaben, die immer wiederkehren.
Projektideen strukturieren. Förderbedingungen prüfen. Antragstexte überarbeiten. Feedback geben. Wirkungslogiken schärfen. Formulierungen anpassen. Unterlagen auf Lücken prüfen.
Genau dafür lohnt es sich, eigene KI-Assistenten aufzubauen.
Je nach Tool heißen sie unterschiedlich: Custom GPTs, Assistenten, Agenten, Skills oder Workflows. Die Begriffe verändern sich gerade schnell. Der Grundgedanke dahinter bleibt aber gleich:
KI soll nicht nur auf einzelne Fragen antworten, sondern einen Prozess mittragen.
Ein guter Assistent weiß, welche Informationen er braucht. Er stellt Rückfragen, wenn etwas fehlt. Er erinnert an wichtige Schritte. Er prüft, ob Förderlogik, Zielgruppe, Maßnahmen und Wirkung zusammenpassen. Und er hilft dir, nicht jedes Mal wieder bei null anzufangen.
Damit verändert sich auch unsere Rolle.
Wir müssen nicht mehr jeden einzelnen Arbeitsschritt selbst im Kopf halten und immer wieder neu formulieren. Stattdessen bauen wir Strukturen, in denen das KI-System einen Teil des Prozesses hält und uns an den richtigen Stellen nach den Informationen fragt, die wirklich wichtig sind.
So kann ein Assistent zum Beispiel helfen bei:
Wichtig ist: Ein Assistent ersetzt nicht dein Urteil.
Aber er kann Aufgaben vorbereiten, sortieren, hinterfragen und beschleunigen, die sonst immer wieder viel Zeit kosten.
Merksatz
Ein guter KI-Assistent schreibt nicht einfach für dich. Er hält den Prozess, stellt bessere Fragen und macht deine Fachlichkeit leichter nutzbar.
Viele Organisationen testen KI punktuell.
Ein guter Prompt hier. Ein hilfreicher Chat dort. Ein halb funktionierender Workflow irgendwo in einem Browserfenster.
Das Problem: Wenn niemand festhält, was funktioniert hat, beginnt beim nächsten Antrag alles wieder von vorn.
Deshalb gehört Dokumentation fest zum KIAD-Ansatz.
Dokumentation bedeutet nicht, riesige Handbücher zu schreiben. Es geht darum, die wichtigsten Erfahrungen nutzbar zu machen:
So wird KI nicht nur zur persönlichen Arbeitserleichterung für einzelne Menschen, sondern zu einer Arbeitsweise, die im Team geteilt und weiterentwickelt werden kann.
Gerade weil viele Organisationen eigene Tools, Richtlinien und Arbeitsweisen entwickeln, wird dieser Schritt immer wichtiger.
Merksatz
Dokumentation macht aus einzelnen KI-Experimenten eine verlässliche Arbeitsweise.
Beispiele
Eine Organisation sammelt erfolgreich eingereichte Förderanträge und bereitet sie so auf, dass KI typische Strukturen, Formulierungen und Projektlogiken daraus erkennen kann. Dadurch entstehen neue Entwürfe, die näher an der eigenen Sprache und Arbeitsweise sind.
Ein Assistent unterstützt beim Schreiben von Anträgen, indem er relevante Richtlinien, Programmlogiken und formale Anforderungen im Blick behält. So können einzelne Abschnitte gezielter geprüft und geschärft werden.
Ein eigener Assistent prüft Antragstexte anhand typischer Kriterien: Verständlichkeit, Förderlogik, Wirkungsziele, Lücken, formale Anforderungen und Anschluss an die Zielgruppe.
Der KIAD-Ansatz ist besonders hilfreich, wenn du Fördermittelarbeit nicht als Einzelaufgabe verstehst, sondern als wiederkehrenden Prozess.
Er passt gut, wenn du:
Weniger passend ist der Ansatz, wenn du nur einen schnellen Prompt suchst, der dir ohne Kontext einen fertigen Antrag schreibt.
Denn genau darum geht es nicht.
Nicht jedes Angebot auf dieser Plattform bildet den gesamten KIAD-Ansatz ab.
Das ist auch bewusst so.
Die Einsteigerkurse sind dafür da, erst einmal Sicherheit im Umgang mit ChatGPT und anderen KI-Tools zu gewinnen. Dort geht es um Grundlagen, Orientierung und erste sinnvolle Anwendungen. KIAD spielt dort höchstens am Rand eine Rolle.
In den Live-Seminaren greifen wir einzelne Bausteine aus dem Ansatz auf. Mal geht es stärker um Kontext, mal um gute Prompts, mal um Assistenten, Agent Skills oder konkrete Workflows. In anderen Formaten steht eher die Dokumentation, die interne Weitergabe oder die Frage im Mittelpunkt, wie KI verantwortungsvoll in bestehende Arbeitsprozesse eingebunden werden kann.
Das umfassendste Format für KIAD war bisher der KI-Accelerator. Dort haben wir über sechs Wochen hinweg alle vier Schritte verbunden: Kontext aufbereiten, Prompts entwickeln, Assistenten bauen und die Arbeit mit KI dokumentieren.
Der Accelerator wird 2027 nicht stattfinden.
Am nächsten kommt ihr dem KIAD-Ansatz in dieser Zeit über Momentum. Dort bekommt ihr Zugang zu den Fokus-Seminaren, ausgewählten digitalen Produkten und Materialien auf der Plattform. So könnt ihr euch die einzelnen Bausteine des Ansatzes Schritt für Schritt zusammenstellen und dort vertiefen, wo es gerade zu eurer Arbeit passt.
In Momentum gibt es außerdem einen Leitfaden, der zeigt, welche Angebote zu welchem Handlungsfeld gehören: Was hilft beim Einstieg? Was unterstützt euch beim Aufbau von Kontext? Wo geht es um Prompts, Assistenten oder Skills? Und welche Materialien helfen dabei, KI in der Organisation besser zu dokumentieren und weiterzugeben?
Für die Plattform heißt das:
Du musst nicht sofort das ganze System umsetzen.
Du kannst mit dem Baustein starten, der gerade zu deiner Arbeit passt: ein besserer Einstieg, ein gutes Kontextdokument, ein klarerer Prompt, ein erster Assistent oder eine einfache Dokumentation für dein Team.
Du musst nicht alles auf einmal umbauen.
Ein guter nächster Schritt reicht: ein besserer Kontext, ein klarerer Prompt, ein erster Assistent oder eine einfache Dokumentation dessen, was funktioniert.
Genau daraus entsteht mit der Zeit eine Arbeitsweise, die euch wirklich entlastet.
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